Rassistischer Mord an Mehmet Turgut – 21 Jahre NSU Verbrechen

Am 25.02.2024, also heute vor 21 Jahren wurde Mehmet Turgut aus rassistischen Motiven vom rechtsextremen Terrornetzwerk NSU in Rostock ermordet.
Die staatlichen Ermittlungen schlossen von Anfang an rassistische Motive aus und ermittelten stattdessen im privaten Umfeld von Mehmet Turgut. Sie ermittelten auch im Heimatdorf von Mehmet Turguts Familie in der Türkei und streuten dort weitere rassistische Gerüchte, sodass sich die Familie irgendwann gezwungen sah, aus dem Dorf auszuziehen:

»Memos Mörder hatten meinen Eltern nicht nur den Sohn geraubt, sie hatten ihnen auch die Heimat, die Freunde und Verwandten genommen.«
Mustafa Turgut, Bruder von Mehmet.

Erst nachdem der NSU sich 7 Jahre später selbst enttarnt hat, gingen die Behörden von einem rassistischen Motiv aus.
Auch in 2025 ist der Mord an Mehmet Turgut immer noch nicht aufgearbeitet, die öffentliche Gedenkstätte wird immer wieder von Nazis verwüstet, und es gibt Widerstand, eine Straße nach Mehmet Turgut umzubennenen.
Auch heute noch hält sich die These, dass der NSU aus wenigen einzelnen Neonazis bestand, statt aus einem größeren Netzwerk.
Rechtsextreme Gewalttaten nehmen immer weiter zu.  Rassismus, gerade in Hinblick auf die aktuelle unsägliche „Migrationsdebatte“, wird immer weiter normalisiert. Und der Staat guckt weg oder macht mit, wie es ihm gerade am besten passt.
In Gedenken an Mehmet Turgut und an all die anderen Opfer rechter Gewalt: Kein Vergeben, Kein Vergessen.


P.S.: Friedrich Merz hat sich direkt vor der Wahl beschwert darüber, „wo die Antifa war, als Walter Lübcke ermordet wurde“. Wir erinnern Friedrich Merz, dass es „die Antifa“ war, die sofort die rassistischen Zusammenhänge herstellte und Demos organisierte. Und dass es die CDU war, die mal wieder nicht von einem rechtsextremen Motiv ausging, und die heute das Lebenswerks Lübckes mit Füßen tritt.


Weiterführende Artikel:
https://www.kein-vergessen-mv.de/mehmet-turgut/
https://katapult-mv.de/artikel/der-mord-an-mehmet-turgut-20-jahre-danach/